LED Lampen dimmen – warum es häufig zu Problemen kommt?

Mit dem Siegeszug der LED Lampen auf dem Markt, die vom Energieverbrauch deutlich sparsamer und mittlerweile auch in allen Größen und Lichtfarben erhältlich sind, sind jedoch neue Problem aufgetreten. LEDs haben ja nicht nur den Vorteil, dass sie deutlich sparsamer sind, sie haben weitere Vorteile:

  • LEDs sind langlebig, manche bis zu 50.000 Stunden Betriebsdauer und mehr
  • LEDs sind sofort hell nach dem Einschalten, im Gegensatz zu Energiesparlampen oder Leuchtstofflampen
  • LEDs sind unempfindlich gegen Erschütterungen und Vibrationen
  • LED Lampen entwickeln kaum Wärme (Brandgefahr), im Gegensatz zu Glühlampen oder Halogen
  • LEDs sind Umweltverträglich und erhalten zum Beispiel keine Schadstoffe wie Quecksilber

LED Lampen werden häufig vor allem in Bereichen eingesetzt werden, wo das Licht länger brennt und wo es sofort nach dem Einschalten hell sein soll.

Taschenlampe

Quelle: Pexels.com

Jedoch haben Led-Lampen nicht nur Vorteile, es gibt auch Probleme

Diese Probleme treten zum Beispiel auf, wenn die LED Beleuchtung gedimmt werden soll.

Gedimmtes Licht sorgt vor allem in Wohnbereichen für eine gemütliche Atmosphäre. Mit Halogen oder Glühlampen war das Dimmen kein Problem. Fast jeder Universaldimmer erkannte die Last automatisch und es gab keine Probleme bei Dimmen der Leuchtmittel.

Kann man LED Lampen eigentlich dimmen?

Viele LED Lampen können zwar weiterhin gedimmt werden, jedoch sollten die LEDs dafür ausgelegt sein. Man muss beim Kauf darauf achten die LEDs mit dem Symbol „dimmbar“ gekennzeichnet sind. Es sollte auf jeden Fall auf der Verpackung stehen.

Jedoch reicht das noch nicht …

… Glühlampen oder Halogen, die nun gegen LED Leuchtmittel getauscht wurden und nun mit dem vorhanden gleichen Universaldimmer gedimmt werden sollen, machen nun beim Dimmen trotzdem Probleme, wie zum Beispiel:

  • Licht flackert
  • Der Dimmbereich ist eingeschränkt
  • Dimmer brummt

Die Universaldimmer, mit denen man ohne Problem Glühlampen oder Halogen dimmen konnte, sind in der Regel nicht kompatibel mit LED Lampen, da sie eine höhere Mindestlast aufweisen.

LEDs sind Leuchtdioden die ja kaum Strom verbrauchen, die erst ab einer bestimmten Durchlassspannung von wenigen Volt zu leuchten beginnen.

Außerdem funktionieren LEDs mit Gleichspannung. Deshalb muss die anliegende Wechselspannung erst in Gleichspannung umgewandelt werden. Das heißt, eigentlich wird nicht die Lampe, sondern die vorgeschaltete Elektronik in der Lampe gedimmt.

Dort genau liegt nun das Problem. Die Elektronik spielt nicht mit.

Die Lösung der Probleme

Es muss nicht nur darauf geachtet werden das die LEDs dimmbar sind, sondern auch der passende Dimmer (LED-Dimmer) mit u.a. einer niedrigeren Mindestlast, eingesetzt wird. Wenn ein Trafo vorhanden ist, zum Beispiel bei Niedervoltbeleuchtung, muss auch der Trafo auf „dimmbar“ ausgelegt sein.

„Alle drei Komponenten, Dimmer, LED und Trafo sollten aufeinander abgestimmt sein“.

Aber selbst dann kann es immer noch zu Problem beim Dimmen kommen, da es zig verschiedene Hersteller und Marken von LEDs und Dimmern gibt und die vorgeschaltete Elektronik meist unterschiedlich ist.

Die verschiedenen Hersteller von LED Lampen und von Lichtdimmern haben sich bisher nicht auf einheitliches Steuerungssystem einigen können.

Deshalb muss man beim Kauf von LED Lampen, neben den technischen Daten wie Lichtstrom in Lumen (Helligkeit) und der Lichtfarbe in Kelvin (2700 Kelvin entspricht etwa warmweiß), auch noch auf die Kompatibilität zu den Hersteller und den Lichtdimmer achten.

Das Dimmen von LED Lampen bleibt deshalb ein schwieriges Thema. Eine äußert hilfreiche Anleitung, die auf Praxisproblem und Fragen zum Thema beantwortet und eine Checkliste bereitstellt, finden Sie auf dieser Seite.

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