Pferdesalbe in der Schwangerschaft – ja oder nein?

Eine sehr häufig gestellte Frage ist die nach Pferdesalbe in der Schwangerschaft und der Stillzeit. Schadet die Pferdesalbe dem Baby? Ist bei Rückenschmerzen und Erkältungen während der Schwangerschaft der Balsam zu empfehlen oder eher zu meiden?   

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Um diese Fragen zu beantworten, sollten wir uns die einzelnen Inhaltsstoffe der Pferdesalbe einmal genauer anschauen – Menthol, Arnika, Kampfer und Rosmarin.

Von Kampfer wird in der Schwangerschaft sehr abgeraten, bis zur 36. Schwangerschaftswoche solltest du diese Zutat daher eher meiden. Er kann nämlich in Ausnahmefällen zu vorzeitigen Wehen, Kontraktionen der Gebärmutter oder wilden Wehen führen, eine Überdosierung kann zudem zu Aufgeregtheit und Übelkeit führen. Kinder sollten bis zum Alter von 14 Jahren keinen Kampfer zu sich nehmen, daher sollten Mütter in der Stillzeit auch lieber darauf verzichten.

Auch Menthol wirkt wehenfördernd und vor allem während der Stillzeit solltest du es bei der innerlichen sowie äußerlichen Anwendung wenn möglich vermeiden, da es unter Umständen die Milchbildung hemmt. Nicht Wenige greifen bei Erkältungen zu Menthol, doch während der Schwangerschaft und Stillzeit solltest du dich lieber ausruhen, um deinen Körper zu schonen, gesunde und vitaminreiche Nahrung zu dir nehmen und ausreichend Wasser trinken, damit sich dein Körper schnell regenerieren kann.

Arnika ist ein bekanntes Frauenkraut, welche speziell bei Frauenbeschwerden helfen. Durch das Kraut wird – ebenso wie bei Kampfer möglich – die Gebärmutter zur Kontraktion angeregt, weshalb man Arnika in der Schwangerschaft wenn möglich nicht einnehmen sollte. Auch Rosmarin stimuliert die Gebärmutter und große Mengen davon können zu Krämpfen und Blutungen der Gebärmutter führen.

Aus diesen Gründen sollte man auf Pferdesalbe in der Schwangerschaft und Stillzeit eher verzichten. Allerdings hängt die Wirkung natürlich immer von der Konzentration und Menge der Inhaltsstoffe auf und die hier geschilderten Folgen sind auf keinen Fall bei einmaliger Nutzung zu erwarten. Allerdings geraten die Inhaltsstoffe über die Haut in die Blutbahnen der Mutter und gerade in der Stillzeit über das Stillen auch in den Körper der Babys. Daher raten wir dir vor der Nutzung mit deinem Arzt zu sprechen, da er dir vermutlich sehr detailliert erklären kann, ob und warum du Pferdesalbe verwenden solltest oder lieber nicht.

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