Ratten im Haushalt bekämpfen

Von jeher sind Ratten gefürchtet. Bereits im Mittelalter war bekannt, dass Ratten (genauer die Rattenflöhe) die Pest übertragen haben. Dazu natürlich jede Menge anderer schlimmer Krankheiten.

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Nicht nur aus diesem Grund sind Ratten auch in unserer heutigen Zeit nicht erwünscht. Die Nagetiere verbreiten nicht nur Krankheitserreger, sondern verunreinigen auch Nahrungsmittel und Vorräte. Zudem zerbeißen sie als Allesfresser viele Dinge, zum Beispiel elektrische Kabel. Kurzschlüsse und Brände können auftreten. Schließlich auch ist eine natürliche Abneigung gegen die Nager beim Menschen zu finden. Schließlich sind die Ratten Allesfresser.

Wer sich jedoch mit den Nagetieren ein wenig beschäftigt, der erkennt schnell, dass sie hochintelligent sind. Sie vermehren sich unter günstigen Bedingungen rasant und sind in der Lage viele einfache Bekämpfungsmittel gegen Ratten zu erkennen. Bereits aus einigen wenigen Ratten kann schnell eine richtige Rattenplage werden. In solch einem Fall hilft dann nur noch eine professionelle Schädlingsbekämpfung.

Wissenswertes über Ratten

Um einen Feind zu bekämpfen, sollte man ihn kennen. Nur dann gelingt die Bekämpfung oder Vertreibung. Insgesamt gibt es deutlich mehr als 60 Arten von Ratten und man schätzt, dass es bis zu fünfmal mehr Ratten auf der Welt gibt, als Menschen. In Deutschland ist es hauptsächlich die Wanderratte, die den Menschen Probleme bereitet. Die Wanderratte stammt ursprünglich aus Asien, hat sich aber inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet.

Häufig hört man, dass sich Ratten gerne beim Menschen ansiedeln. Dies ist nur bedingt richtig, denn Ratten leben auch außerhalb menschlicher Siedlungen. Sie bevorzugen die Nähe von fließenden und stehenden Gewässern. Dabei ernähren sie sich, obwohl sie Allesfresser sind, gerne ausschließlich von Pflanzenteilen. Allerdings finden sich wegen ihrer Vorliebe für Wasser und aufgrund des reichlichen Nahrungsangebotes viele Ratten auch im städtischen Abwassersystem. Die Kanalisation wird eher selten vom Menschen aufgesucht und bietet den Ratten, auch aufgrund eines guten Nahrungsangebotes  in der Umgebung, einen guten Lebensraum.

Ratten sind besonders fruchtbare Säugetiere. Bei guten Bedingungen können Rattenweibchen bis zu achtmal im Jahr Nachwuchs bekommen. Im Mittel sind dies 5-8 Rattenbabys, welche ebenfalls nach wenigen Monaten Nachwuchs zeugen können. Nun ist verständlich, warum bei einem ausreichenden Nahrungsangebot die Rattenpopulation explosionsartig ansteigen kann.

Ratten verfügen über eine hohe Intelligenz, dazu sind sie lernfähig. Sie leben häufig in Rudeln/Familien mit bis zu 100 Tieren und bilden dabei eine Hierarchie. Ihre Lernfähigkeit und Intelligenz versetzt die Ratten in die Lage, die Wirkung von Fallen, sowie auch schnell wirkenden Giften, zu verstehen. Relativ schnell vermeiden sie die angebotenen Köder und gehen den Fallen aus dem Weg.

So bekämpft man Ratten

Rattengift gegen Ratten ist äußerst wirksam. Wichtig ist, kein schnell wirkendes Mittel gegen Ratten zu verwenden. Wird das Gift sofort, bringen die Ratten Ursache (den Köder) und Wirkung (Tod) miteinander in Verbindung. Der Köder wird vermieden, die Ratten nicht  ausgerottet. Gifte, die langfristig wirken, zum Beispiel auf Basis von Blutverdünnern, wirken jedoch sehr gut gegen Ratten. Eine Ratte, die das Gift gefressen hat, stirbt erst nach Stunden. Die anderen Ratten können den Köder nicht mit dem Tod in Verbindung bringen.

Schlagfallen werden gegen Ratten genauso verwendet, wie gegen Mäuse. Meistens wird ein Metallbügel gespannt, der zuschnappt wenn das Tier ihn berührt. Angelockt wird das Tier durch einen Köder. Aus diesem Grund eignen sich Schlagfallen auch nur für kleine Rattenpopulationen. Die Ratten erkennen nach einiger Zeit die Falle und meiden Sie. Als kleiner Tipp: wechseln Sie den Köder häufig und ändern Sie die Position der Falle ständig. So dauert es länger, bis die Ratten die Falle meiden.

Lebendfallen eignen sich eigentlich nur für einzelne Ratten. Die Ratte wird durch einen Köder angelockt und in der Falle gefangen. Man kann das Tier dann in der freien Natur aussetzen. Der Nachteil dieser Falle liegt auf der Hand: man müsste für jede einzelne Ratte schon einige Kilometer weit fahren, damit diese nicht wieder zurückfindet. Darüber hinaus gewöhnen sich Ratten schnell an Lebendfallen.

Ratten vorbeugen

Ein Rattenbefall im eigenen Haus lässt sich am besten dadurch vermeiden, dass Nahrungsangebot möglichst klein zu halten. Lassen Sie keine Lebensmittel herumliegen, halten Sie Türen und Fenster der Keller geschlossen. Ganz wichtig ist es, die Mülltonnen fest verschlossen zu halten.

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