Virtual Reality für den Möbelhandel

Virtual Reality und die diversen Bauarten von VR-Brillen dürfen hier auf dieser Plattform als bekannt und schon erschöpfend behandelt angenommen werden. Die Besprechungen werden sich aber auf Gaming als Haupt- oder einzige Anwendungsmöglichkeit der Virtual Reality Hardware konzentriert haben. Dabei tun sich doch noch ganz andere Tore auf, um Erlebniswelten mittels VR-Brille zu erkunden. Eine der künftigen Anwendungen dafür wird der Handel sein; überall dort, wo Dinge dreidimensional erfahren werden wollen, um zu einer Kaufentscheidung zu führen. Klar, dass es nicht um eine Packung Nudeln gehen wird, die man erst in 360 Grad Rundumsicht betrachten möchte, ehe man sie in den (virtuellen) Einkaufswagen legt. Aber Möbel? Ja, Möbel sind neben anderen design-lastigen Dingen von Wert, wie Autos, Immobilien oder Geräten, prädestiniert für die Evaluierung mittels einer Virtual Reality Betrachtung.

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Neue Betrachtungsweisen

Ein Möbelstück wirkt räumlich. Es ist schließlich geschaffen für die Gestaltung von Räumen, neben seiner Funktion als Unterbringungsort, Organisierhilfe unserer Haushaltsausstattung und die Bereitstellung von Abstell- oder Arbeitsflächen. Den vollständigen Eindruck gewinnt man davon selten von einem zweidimensionalen Frontalbild. Möbelhändler helfen sich zwar, indem sie mehrere Bilder zu ihren Angeboten auf die Produktseite stellen, aber die räumliche Betrachtung, wie wenn man in einem Laden vor dem Objekt steht oder um es herumgeht, ist doch damit nur unzulänglich zu ersetzen. Hier kommt jetzt die virtuelle Realität zu Hilfe. Ist man mit einer VR-Brille auf der Stirn und den Ohren auf einer Handelsplattform unterwegs, die dafür softwaremäßig eingestellt ist – kann man Möbel aus wechselnder Perspektive betrachten, wie man es mit eigenen Augen im Geschäft tun würde. Wie bequem, dass man das von Zuhause aus machen kann und sich nicht durch den Verkehr zu irgendeiner physischen Adresse quälen muss. Die mag dann auch noch hundert Kilometer entfernt sein, wenn man ganz exquisite Stücke jagen geht.

Die Frage der Verfügbarkeit für mehrere Geräte ist entscheidend

Die Frage ist, ob ein Möbelhaus sich mit dem Projekt einer VR-Visualisierung seiner Angebote so breit aufstellen kann, dass die gängigsten VR-Brillen bedient werden. Es hilft ja nichts, wenn nur ein Gerät oder die Geräte eines einzigen Herstellers die dreidimensionale Präsentation der Möbel bewältigen können, während es bei den anderen nicht funktioniert. Damit wäre nur wieder Frust unter den Besitzern der Brillen vorprogrammiert, die nicht bedient würden. Soll sich die Technologie der virtuellen Schaufensterbummelei und des nahen Betrachtens eines Stücks von allen Seiten bewähren, müsste sie systemübergreifend quer durch die Fabrikate funktionieren und auch um zusätzliche Interaktionsmöglichkeiten erweiterbar sein, die da noch kommen mögen. Schon heute denkbar ist, dass sich der Nutzer ein Möbelstück in wechselnden Farben (bzw Holztönungen oder Holzarten, falls es mehr als eine gibt) anschauen kann. Dazu müsste er nur eine Auswahl tätigen und eine andere Datei würde geladen. Weiter könnte man sich vorstellen, dass die VR-Präsentation interaktiv sein könnte. Was könnte man sich darunter vorstellen? Dazu im übernächsten Abschnitt ein paar Überlegungen.

Erweiterte Nützlichkeit in der kombinierten Visualisierung

Die VR-Präsentation von Möbeln hält sich nicht beim Showroom-Zeigen einzelner Stücke auf, sondern besitzt einen noch größeren Reiz in der Kombination mit anderen Stücken. So wird sie gleichwertig mit dem Tool eines Innenarchitekten, der seiner Kundschaft vorführt, wie ein Raum aussehen würde, wenn man seinen Empfehlungen folgen würde. Der Betrachter stellt sich also verschiedene Stücke aus dem Möbelhaus zusammen und kann sie zusammen betrachten, während er einen Eindruck gewinnt, wie das Ensemble in seiner Wohnung aussehen würde. Optimalerweise sollte sich der Raum, in dem das virtuell stattfindet, vordefinieren lassen. So kann ein Nutzer die Abmessungen seines eigenen Zimmers eingeben, wo er die Möbelstücke aufzustellen beabsichtigt. Wählbare Wandfarben für den Raum und veränderbare Lichtverhältnisse runden das Bild ab.

Weiter vorstellbare Next-Gen Möbelshop-Präsentationen

Die Entwicklung einer Visualisierung von Shopcontent wie dem des Versand-Möbelhauses www.moebeldeal.com steckt derzeit noch in den Kinderschuhen, schon weil die Technik der VR-Brille gerade erst vor fünf Jahren in erster Generation marktreif wurde. Die brandneue Brille eines bekannten Herstellers wurde 2013 als beste Hardware noch vor den neuen Spielkonsolen mit dem Game Critics Award auf der E3 Messe (der Computerspielindustrie) ausgezeichnet. Wir stehen also erst am Anfang. Denkbar ist, dass bei Weiterentwicklung dieses Trends Interaktionsmöglichkeiten hinzukommen könnten, wie das Öffnen von Schranktüren für eine Innenansicht oder das Aufklappen eines Bett-Sofas in flüssiger Darstellung. Oder wie wäre es mit einem Hochladen von Fotos oder Videos der Räumlichkeit beim Kunden, aus dem ein Programm ein 3D-Set erstellt, das dann für die VR-Begehung zur Verfügung steht – ausgestattet mit Möbelstücken aus dem Shop und so aufgestellt, wie der Betrachter sich das vorstellt? Nur wohnen muss man noch selbst. Natürlich, nachdem man auch einen Kauf getätigt hatte und sich – ganz oldschool – die Ware hat nach Hause liefern lassen.

Interessanter Ausblick in die Zukunft

Bei www.moebeldeal.com wird man die Entwicklung im Auge behalten und so früh wie möglich die Unterstützung der Webseite für diese Innovation bereitstellen. Das wird nur parallel zur herkömmlichen Präsentation von Möbeln geschehen können, denn die Verwendung einer VR-Brille darf nicht zum Ausschlusskriterium für andere Kunden werden, von denen auf absehbare Zeit zu erwarten sein wird, dass sie die Mehrzahl der Shopbesucher ausmachen werden. Wir sind jedoch gespannt auf die Verbreitung der neuen Technologie und hoffen sie attraktiv einsetzen zu können. Das dürfte ganz schön für Aha-Momente sorgen. Durch noch umfassendere Begutachtung von Möbeln via VR-Brille dürfte sich auch die Zahl derer, die „es sich anders vorgestellt haben“ und folglich Retouren einleiten, vermindern lassen.

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